Abgasstrang: Differenzdrucksensoren für die Anforderungen der Euro 6

Das Zusammenspiel von Partikelfilter und Katalysator erfordert Differenzdrucksensoren für höhere Genauigkeit

Nachdem ich in meinem letzten Blog auf die Druckmessung am Partikelfilter eingegangen bin, möchte ich mich heute den Besonderheiten der Euro 6 widmen. Für die Einhaltung der Abgaswerte wird zur wirksamen Reduktion der Stickoxide nach dem Partikelfilter ein weiterer Katalysator eingebaut. Die Anforderungen an die Genauigkeit der Sensorik steigen somit erneut. Daraus resultieren höhere Anforderungen für den Einsatz von Differenzdrucksensoren.

Betroffen ist die Ermittlung des Beladungszustandes im Partikelfilter. In der neuen Applikation wird zusätzlich zur Staudruckmessung auch der Abgasdruck nach dem Filter gemessen, um das Druckgefälle über den Filter zu ermitteln. Deshalb kommen an dieser Stelle mit der Einführung von Euro 6 verstärkt Differenzdrucksensoren zum Einsatz.

Herkömmliche Methoden weisen Schwachstellen bei der Lebensdauer auf                                     

Die einfachste Methode der Differenzdruckerfassung zwischen p1 und p2 ist es, zwischen diesen beiden Drücken eine druckempfindliche Membran so unterzubringen, dass auf der einen Seite p1 und auf der anderen Seite p2 anliegt. Das dabei erzeugte Drucksignal gibt direkt die Differenz zwischen diesen Drücken wieder.

AB Elektronik Sachsen GmbH, Abgas, DPF, Differenzdrucksensoren

AB Elektronik: Differenzdrucksensoren erfassen beide Drücke jeweils mit einer Druckzelle

Für die Druckerfassung wird das Abgas über Schlauchleitungen direkt bis zur Druckzelle geleitet. Dieses Abgas enthält neben den genannten Schadstoffen u.a. auch Schwefelsäure sowie andere aggressive Stoffe und Verbindungen. Diese aggressiven Verbindungen können dazu führen, dass die auf der Druckmembran vorhandenen elektrisch wirksamen Strukturen zerstört werden. Der Differenzdrucksensor wird damit unbrauchbar. Bei solchen Low-Cost-Sensoren mit nur einer Zelle wird die Membran durch ein Gel vor den Abgasbestandteilen geschützt. Erfahrungsgemäß ist Gel nicht über die gesamte angestrebte Lebensdauer stabil und verliert seine Schutzwirkung. Eine verminderte Lebensdauer dieses Differenzdrucksensors ist die Folge.

Um dem wirksam entgegenzutreten, setzen wir konsequent keramische Druckzellen ein. Sie kommen ausschließlich von der Seite ohne aufgedruckte Messstruktur mit dem Abgas in Berührung. Ein zusätzlicher Schutz ist daher nicht notwendig.

Mit dieser Zwei-Zellen-Druckmesstechnik ist es uns gelungen, einen unschlagbar robusten, langlebigen und dabei noch sehr genauen Differenzdrucksensor zu entwickeln. Aufgrund dieser hervorragenden Eigenschaften findet dieser Sensor speziell im Nutzfahrzeugbereich Anwendung.

Video zur Funktionsweise

AB Elektronik Sachsen GmbH, Differenzdrucksensoren für Euro 6

 

 

 

 

 

 

Ständige Produktoptimierung verbessert Performance bei sinkenden Kosten

Mit dem Differenzdrucksensor neuester Generation können wir auch einen zusätzlichen Mehrwert für den Anwender bieten: Da p1 und p2 unabhängig voneinander gemessen werden kann zum Differenzsignal zusätzlich der eigentliche Systemdruck vor oder nach dem Filter als eigenständiges Signal ausgegeben werden.

Mit den besten Grüßen

Frank Rothe

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